Achtsamkeit - Dein Blick für das Wesentliche

Achtsamkeit-Dein Blick für das Wesentliche

Erfahre wie du mit Achtsamkeit das Wesentliche im Blick behältst

Inhalt:

Was es bedeutet achtsam zu sein

Im Allgemeinen bezeichnet man mit Achtsamkeit einen neutralen Zustand. In diesem Zustand nimmt man mit seinem Bewusstsein die Gegebenheiten wie sie gerade sind wahr. Völlig ohne zu werten oder direkt darauf Einfluss zu nehmen, geht es in erster Linie darum zu beobachten.

Du kannst deine Achtsamkeit auf dich selbst oder nach außen lenken. Bleibst du bei dir, mit deiner Achtsamkeit, so kannst du zum Beispiel deine Gefühle, Reaktionen oder deine inneren Abläufe, also was genau bei gewissen Bewegungen im Training passiert, beobachten. Richtest du deinen Focus hingegen nach außen, kannst du bewusster die Menschen in deiner Umgebung und ihre Reaktionen erkennen.

Behältst du also den Blick aufs Westliche, dann kann du lernen deine Gefühle besser im Griff zu haben. Du bist also nicht mehr von dir selbst überrascht so wie es vielen Menschen oft geht. Achtsamkeit verhilft dir zu neuen Handlungsmöglichkeiten und lässt dich den Dingen in deinem Leben die richtige Gewichtung geben.

Du hast immer eine Wahl dich so oder anders zu entscheiden, den Dingen die richtige Gewichtung zu geben, wenn du es schaffst achtsam den richtigen Punkt zu finden wann es Zeit ist zu wählen.

Beim achtsamen Wahrnehmen helfen dir die sogenannten Sinneskanäle, wie:

  1. Sehen (visuell)
  2. Hören (auditiv)
  3. Fühlen (kinästhetisch)
  4. Riechen (olfaktorisch)
  5. Schmecken (gustatorisch)

Nehmen wir mal das einfache Beispiel einer Orange. Du kannst ihre orange, goldene Farbe sehen, welche Struktur die Schale hat. Wenn du Sie in die Hand nimmst spürst du ihre Oberfläche, du kannst die Unebenheiten ertasten. Wenn du sie schälst hörst du wie sich die Schale vom Fruchtfleisch löst. Dabei steigt dir der Geruch der frischen süß duftenden Orange in die Nase, und du spürst wie dir beim Schälen der Saft der Orange auf die Haut spritzt. Und dann nimmst du dir ein Stück beißt hinein und nimmst diesen leckeren saftigen Geschmack auf der Zunge war.

Schon mal so Achtsam eine Orange gegessen? Appetit bekommen?

So ähnlich funktioniert auch Mentaltraining. Auf diese Art kannst du dich geistig auf eine Prüfung, eine körperliche Auseinandersetzung oder einen sportlichen Wettkampf vorbereiten.

Wo dein Focus als erstes liegen sollte

Fangen wir mal bei dir an. Denn wer andere Menschen kennen lernen möchte sollte zuerst sich selbst kennen. Ist dir schon mal aufgefallen das es Situationen gibt in denen du immer gleich gut oder schlecht reagierst?

Aber wo kann dir die Achtsamkeit auf dich selbst helfen?

  1. Verstehen lernen eigener Reaktionen auf bestimmte Situationen
  2. Ändern deiner Reaktionen und Verhaltensmuster
  3. Ablegen und erlernen neuer Bewegungsmuster
  4. Bewusstem Entspannen, usw.

Vielleicht kennst du das. Gegenüber bestimmten Personen oder Situationen reagierst du oft anders als du es dir eigentlich gewünscht hast. Im Nachhinein ärgerst du dich weist aber nicht wieso du schon wieder genauso reagiert hast. Dann kann dir ein Blick auf dich selbst dabei helfen heraus zu finden was du in Zukunft besser machen kannst und was genau die Auslöser dafür waren. Wenn du das herausgefunden hast, wirst du auch in der Lage sein frühzeitig zu reagieren und deine Reaktionen im Vorfeld anzupassen. Auf diese Art und Weise bekommst du die Möglichkeit selbst zu entscheiden ob es sich lohnt, sich zu ärgern oder gar einen Streit zu beginnen. Achtsamkeit kann dir auch dabei helfen Ängste zu erkunden und diese aufzulösen.

Du möchtest eine neue Sportart erlernen, hast Schwierigkeiten dabei bestimmte Bewegungen umzusetzen oder möchtest dich in einem bestimmten Bereich Leistungstechnisch verbessern? Dann würde ich sagen du solltest deine Aufmerksamkeit auf dich Selbst richten. Denn du bist der der die Bewegung ausführt. Dein Kopf steuert sie und dein Körper führt sie aus. Das fällt dir auf, wenn du bewusst darauf achtest.

Seien wir mal ehrlich.

Wie oft tust du die Dinge so bewusst? Im Alltag und bei vielen der wiederkehrenden Tätigkeiten haben wir gelernt Einzelheiten auszublenden. Man könnte auch sagen zu tilgen. Dies ist auch notwendig um ständig wiederkehrende Abläufe schneller und effektiver zu erledigen. Du denkst sicher auch nicht mehr im Detail darüber nach wie du morgens deine Schuhe bindest. Oder doch? Denn das würde auch viel zulange dauern und ist unnötig geworden.

Ein Kind, dass dieses gerade erst lernt und ausprobiert macht dieses noch bewusst, ist interessiert und vor allem motiviert.

Mache es genau wie ein Kind. Sei neugierig und aufgeschlossen.

Achtsamkeit Werde dir deiner Selbst bewusst
Achtsamkeit – Werde dir deiner Selbst bewusst

Anderen Aufmerksamkeit schenken

Wer von uns freut sich nicht, wenn er von seinem Gegenüber wirkliche, offene Aufmerksamkeit bekommt. Bei einer Unterhaltung merkt das der andere wirklich bei der Sache ist. Bei mir ist. Wenn dies der Fall ist funktionieren oft zwischenmenschliche Beziehungen viel besser. Ob in der Kommunikation oder in der Selbstverteidigung, ein bewusstes sich auf den Anderen Einlassen sollte einen großen Stellenwert einnehmen.

Dem Anderen Aufmerksamkeit schenken, ist auch eine Sache des bewussten sich einlassen. Dies kannst du in dem du hin hörst was dein Gegenüber sagt. Und zwar nicht nur was er sagt, sondern auch wie er es sagt. Dabei spielen die Tonlage und die Geschwindigkeit in welcher der andere spricht auch eine wichtige Rolle. Oft hören wir einander zwar zu aber nicht wirklich hin.

Aufmerksam sehen und fühlen

Neben der Sprache und der Wortwahl deines Gesprächspartners kannst du natürlich auch sehen wie er sich verhält. Du kannst erkennen ob die Stimme und seine Körpersprache das gleiche sagen oder ob es da eher Widersprüche gibt. Wenn du aufmerksam bist kannst du auch zwischen einer offenen oder vielleicht sogar aggressiven Haltung dir gegenüber unterscheiden. Dies kannst du aus der Körperhaltung des anderen erkennen. Die Körpersprache findet meistens unbewusst also wenig bewusst beeinflusst ab. Aber natürlich gibt es wie überall auch da Ausnahmen und Möglichkeiten dies bewusst zu üben.

Wenn du jemandem die Hand gibst, jemanden zur Begrüßung umarmst oder anderweitig Kontakt mit dem anderen hast, kannst du dies aufmerksam tun. Denn auch die Berührungen mit einem anderen Menschen kann dir einiges über ihn verraten.

Der Druck mit dem dir jemand die Hand gibt, selbst die Dauer der Berührung kannst du wahrnehmen, wenn du bei dem anderen bist. Auch die Temperatur der Haut oder ähnliches kannst du spüren.

Natürlich gibt es auch Dinge die du riechen kannst und die dir Indikator für so machen Schluss sein können. Dies könnte zum Beispiel auch sein, ob dein gegenüber Alkohol getrunken hat oder nicht.

Bei der Achtsamkeit auf eine andere Person gibt es viel zu entdecken und man könnte auch so manches deuten. Aber schiebe nicht einfach jemanden in eine Schublade. Versuche immer das Verhalten des anderen von Absicht, die dahinterstehen könnte, zu trennen. Sei aufgeschlossen und anpassungsfähig im Zweifelsfall auch wachsam und reagiere entsprechend.

Du und dein Gegenüber, ihr seid eins

Wie jetzt wir sind Eins? Wirst du jetzt sicherlich denken. Ja genau ihr seid eins. Alle Dinge auf der Welt beeinflussen einander gegenseitig. Du möchtest ein Beispiel?

Ein Baum wirft einen Schatten, wenn die Sonne ihn anstrahlt. Würde die Sonne nicht scheinen würde der Baum keinen Schatten werfen. Wäre da kein Baum würde die Sonne zwar strahlen aber es gäbe keinen Schatten.

Das ist doch logisch? Dir ist das zu Philosophisch? Na gut… Aber du verstehst was ich meine!

Genauso ist es auch mit Verhalten. Mein Verhalten wirkt sich auf die Menschen in meiner Umgebung aus. Ob positiv oder negativ hängt dabei auch von mir ab. Wenn du von irgendetwas genervt bist und das deutlich nach außen trägst kann es passieren, dass die Menschen in deiner Nähe diese Stimmung auch sehr leicht übernehmen.

Bist du hingegen engagiert und voller Tatendrang werden sich sicher auch anderen Personen finden die gern mit anfassen.

Das Ganze geschieht sowohl auf der verbalen als auch auf der nonverbalen Ebene. Als mit dem was du sagst und mit dem was du nicht sagst.  Oder besser noch, wie deine Körperhaltung und Ausstrahlung ist und welche Signale du aussendest.

 

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ Paul Watzlawick

 

Wenn du dir dessen bewusst bist kannst du die Reaktion deines Gegenübers natürlich besser einordnen und entsprechend darauf reagieren. Das setzt natürlich voraus du kennst deine eigenen Werte und Überzeugungen und bist dir ihrer im Klaren. Hinzu kommt noch, dass deine Aufmerksamkeit ständig hin und her wechseln sollte. Und zwar zwischen dir und dem anderen. Dann kannst du deine eigene aktuelle Verfassung immer mit der deines Gegenübers abgleichen und Zusammenhänge herstellen.

In einer drohenden Auseinandersetzung kannst du so schon im Vorfeld erkennen ob eine Situation dabei ist zu eskalieren und deine Handlungen entsprechend anpassen. Im Training, egal ob für Selbstverteidigung oder für Sport, verhält es sich ähnlich. Du gleichst dein Verhalten und deine Taktik mit der des anderen ab und reagierst entsprechend. Genau dies tut der andere natürlich auch. Im Sport geschieht dies in den meisten Fällen bewusst. Bei eskalierenden Situationen auf der Straße meistens unbewusst. Doch dieses Bewusstsein ist sehr wichtig.

Dies lässt sich dieses auf die verschiedensten Bereiche übertragen. Hilfreich kann es in allen Lebenslagen sein, bei alltäglicher Kommunikation, Auseinandersetzungen auf der Straße oder bei Projekten auf der Arbeit. Und natürlich in deinem privaten Umfeld.

Der Einfluss deines Umfeldes

 

Hinzu kommt noch Veränderungen in deinem Umfeld die du achtsam zur Kenntnis nehmen und berücksichtigen solltest. Wenn wir uns nur einmal den Ort betrachten. Hier spielt natürlich eine wichtige Rolle ob der Ort an dem eine Situation stattfindet öffentlich oder nicht öffentlich ist. In der Öffentlichkeit verhalten sich die meisten Menschen oft anders als privat. So kann zum Beispiel der Wechsel von einem privaten in ein öffentliches Umfeld einer Situation bereits eine ganz andere Wendung geben.

Nicht zu unterschätzen sind auch andere Personen die aktiv oder inaktiv einen Kontext beeinflussen können. Also alleine das hinzu kommen einer weiteren Person kann alles verändern. Dies kann in eine gute oder schlechte Richtung der Fall sein. Natürlich können auch Lichtverhältnisse und das Wetter Einfluss haben.

Also beobachte sorgsam!

Meine Gedanken zum Schluss…

 

…egal wie und in welchem Bereich deines Lebens, Achtsamkeit ist eines der wichtigsten Faktoren. Deshalb solltest du deinen Blick immer auf das wesentliche richten.

Unser Leben läuft oft hektisch an uns vorbei. Wir hetzen von Termin zu Termin, sind viel unterwegs und glauben möglichst viel in kürzester Zeit erledigen zu müssen. Wir wollen alles lernen, nur nichts richtig. Der Gedanke überall dabei sein zu müssen lässt uns unruhig werden. Wir werden unzufrieden, wenn wir glauben dies nicht zu schaffen oder nicht schnell genug voran zu kommen.

Ganz ehrlich, wofür?

Achtsamkeit ist in so vielen Bereichen eine wichtige Fähigkeit und ein Turbo für deine persönliche Weiterentwicklung sein. In Ausnahmesituationen kann sie dir einen großen Vorteil verschaffen oder gar dein Überleben sichern.

Es gibt tausende Bücher über Achtsamkeit, in denen du wertvolle Tipps und Anregungen finden kannst.

Mein Tipp für dich:

 Nimm dir Zeit und werde dir deiner Selbst bewusst!

 

 

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Foto:Pixabay/Skitterphoto